Zur liebevollen Einrichtung eines Kinderzimmers gehören nicht nur Möbel, Accessoires und Spielzeug, sondern auch die richtige Beleuchtung. Beleuchtung ist ein funktionaler wie ästhetischer Bestandteil eines gut gestalteten Kinderzimmers. Im Folgenden lesen Sie daher einige Tipps und Hinweise unserer Gastautorin Daniela Schär. Sie ist hauptberuflich Lichtplanerin, hat einen Webshop für Designleuchten und beschäftigt sich dabei auch ganz intensiv mit der Innenbeleuchtung für Kinderzimmer. Sie zeigt uns, wie wir das Reich unserer Kinder, ihr Baby- und Kinderzimmer, möglichst augenfreundlich beleuchten.
Wichtig ist helles und nicht blendendes Licht
Ein gut beleuchtetes Kinderzimmer zeichnet sich durch ausreichend helles und blendarmes Licht, das keine störenden Schlagschatten verursacht. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Zimmers ideal ist eine in der Deckenmitte montierte Leuchte, die optimales Licht zum Spielen spendet. Dabei beachten, dass große Schränke und Hochbetten die gefühlte Mitte des Raumes verschieben können. Alternativ können aber auch Deckeneinbauleuchten mit breiten Abstrahlwinkel bzw. Schienen-, Seil- und Stangensysteme als Beleuchtungslösung eingesetzt werden. Letztere verfügen über mehrere Leuchtenköpfe, die auf dem Trägersystem beliebig befestigt werden können. So lässt sich ihr Lichtstrahl auf Schränke und Regale ausrichten.
Wichtig ist die Blendfreiheit. Denn die Augen von Neugeborenen sind noch sehr lichtempfindlich, weswegen Blendungen, sei es durch direktes Licht oder Reflexionen, unbedingt vermieden werden sollten. Die Deckenleuchte sollte daher so gestaltet sein, dass sie keinen direkten Blick auf das Leuchtmittel freigibt, beispielsweise indem sie über einen Schirm aus milchigen Glas verfügt. (Anmerkung: wir bei Lieblingskaro arbeiten ohnehin gerade an Lampenschirmen aus Stoff, mehr dazu in Kürze).
Aus dem gleichen Grund sollte auch der Wickeltisch nur indirekt beleuchtet werden. Dafür können Sie beispielsweise Wandleuchten, deren Lichtstrahl nach oben gerichtet ist, verwenden. Alternativ befestigen Sie eine Klemmlampe an Tür, Schrank oder Regal und richten den Leuchtenkopf über dem Wickeltisch an den oberen Teil der Wand bzw. an die Decke, so dass das Licht von dort sanft zurückgeworfen wird.
Darüber hinaus: Ergänzungslichter z.B. fürs Lesen
Darüber hinaus sollten im Kinderzimmer weitere Lichtquellen vorhanden sein, welche die Allgemeinbeleuchtung für bestimmte Sehaufgaben wie Lesen, Schularbeiten oder Basteln um ein helles, direktes Licht ergänzen. Für eine solche Platzbeleuchtung eignen sich Steh-, Wand- und Tischlampen. Diese sollten idealerweise beweglich sein und über einen schwenkbaren Leuchtenkopf verfügen, so dass ihr Licht genau dahin gelenkt werden kann, wo es auch benötigt wird.

Lieblingskaro: Falsches Licht beim Lernen
Für Kleinkinder, die nachts ja gerne und häufig mal zwischendurch aufwachen, bietet außerdem ein nicht allzu helles Nachtlicht die nötige Orientierungshilfe und lässt sie beruhigt wieder einschlafen. Nachtlichter werden heutzutage meist mit LEDs betrieben, die nur einen äußerst geringfügigen Energieverbrauch haben.
Tipp: Sobald die lieben Kleinen agiler werden und beginnen, ihre Umwelt mit allen Sinnen zu entdecken, ist insbesondere bei bunt und fröhlich gestalteten Motivleuchten darauf zu achten, dass sich diese außer Reichweite von Kinderhänden befinden. Wir nennen das die Hochwassermarke, die mit dem Kind anfangs mitwächst. Sobald die Kinder verständnisvoller im Umgang mit Elektrizität sind, können Sie am Bett auch Klemmlampen oder Nachttischleuchten zum Lesen aufstellen.
Schreibtisch-Lampen für Schüler
Sobald unsere Kinder in die Schule gehen, beginnt die Pflicht, Hausaufgaben zu erledige. Wir Eltern sollten dann auch die Lichtverhältnisse am Schreibtisch noch einmal genauer prüfen. Der Schreibtisch steht am besten quer zum Fenster, so dass das Licht vom Fenster seitlich einfällt. Empirische Studien zeigen, dass natürliches Licht Motivation und Konzentration bei geistigen Aufgaben fördert. Falls möglich, sollte der Sitzplatz dabei so gewählt werden, dass das Tageslicht vor die Schreibhand fällt, um störende Schattenwürfe zu vermeiden.
Darüber hinaus empfiehlt sich für den Schreibtisch eine Tischleuchte, die an drei Punkten ihrer Struktur beweglich ist und über einen beweglichen Leuchtenkopf verfügt. Als Leuchtmittel eignen sich Leuchtstofflampen und Halogenleuchten am besten, da sie brillantes Licht spenden, das zudem Farben naturgetreu wiedergibt.